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  Und dann doch wieder Werkstätte?! Vor einem Jahr lief auf VOX ein Fernsehprojekt. Im Hofgut Himmelreich gab man jungen Menschen mit Down Syndrom die Chance sich beim Betrieb eines Hofrestaurants im Schwarzwald auf dem 1. Arbeitsmarkt auszutesten. Zuerst unter Führung und später mit Hilfestellung sollte Küche und Service des Restaurants nach und nach von ihnen übernommen werden. Man wollte dabei Vorurteile abbauen, aber auch zeigen, dass Menschen mit Downsyndrom sich durchaus im Arbeitsleben zurechtfinden können, sowie ebenso aufklären, wie individuell jede Persönlichkeit doch an für sich ist. Für dieses Projekt erhielt das Team um Starkoch Tim Mälzer und Schauspieler André Dietz, der selber eine Tochter mit Behinderung hat, vollkommen zu Recht 2x den Grimme-Preis. Nun ein Jahr später besuchte man die jungen Menschen, die mehrere Wochen lang daran teilgenommen haben, erneut. Hagelte es im Zuge der Doku noch zahlreiche Jobangebote und mein inklusives Herz schlug vor Freude über sov...
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  Ich habe einen Traum. Den Traum, dass Lehrer hierzulande weniger als 27 Kinder gleichzeitig unterrichten müssen, und so gezielt individuell besser auf Einzelne eingehen können. Ich habe den Traum, dass Erzieher weniger als 20 Kinder zur gleichen Zeit betreuen, ohne hoffen zu müssen,  dass ein "Springer" für mehrere Gruppen ihnen gerade einmal helfen kann. Ich habe den Traum, dass Personalschlüssel in Schule, KITA oder in der Pflege nicht mehr inklusive Langzeitkranken, Schwangeren, oder Elternzeitler errechnet werden. Es geht hier um Arbeit am Menschen. Nichtförderung der Kinder oder Überforderung des Personals kostet Zukunft! Ich habe den Traum, dass beantragte und dringend gebrauchte Hilfsmittel zur Unterstützung weniger als ein halbes Jahr an Bearbeitung benötigen und so besser genutzt werden können. Ich habe den Traum, dass Breitensport wieder für Jeden da ist und nicht immer als Spitzensport zur  Kinderoptimierung verstanden wird. Dass verlieren kein Problem ist, w...
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  "Wird schon Alles werden! Halb so wild so eine Trisomie! Kriegen wir schon hin!" Tatsächlich tun wir das. Und Jordi gibt uns um so Vieles mehr wieder, als dass man an Aufwand in ihn hineinsteckt. Aber der "coole Papa-Sprücheklopfer" hat dabei den kleinsten Kuchen Anteil bei der speziellen Förderung. Ich bin es nicht, der mit ihm jede Woche zur Logopädie geht, Physiotherapie macht, bin es nicht, der mit ihm im Sozialpädiatrischen Zentrum vorstellig wird, oder bei der kinderkardiolgischen Ambulanz. Ich sitze nicht da, wenn der medizinisch technische Dienst der Krankenkasse kommt, und muss ihn defizitär runterbrechen, damit er wenigstens kleinere Leistungen erhält. Ich bin es auch nicht, der seine Arbeitszeiten derart reduziert, um diese ganzen Termine zu ermöglichen und damit eine persönliche Altersarmut in Kauf nimmt. Ich übe die wenigen Babygebärden, die ich beherrsche, auch nur im Spiel und Spaß und nicht immer und immer wieder und wieder und wieder, damit Jordi ...
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  Heute schon was für Inklusion getan? Gestern? Letzte Woche? Letzten Monat? Letztes Jahr, vielleicht? Nee?! Dann kann's auch nix werden. 
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  "Von Mutter zu Mutter" hat ein neues Heft herausgebracht. "An mich" lautet der Titel. Ein zwoter Teil  quasi. Diesmal geht es um Angehörige und Freunde, wie diese die Diagnose Trisomie 21 aufgenommen  haben. So schreiben auch sie sich einen Brief an ihr früheres Ich zum Zeitpunkt der Konfrontation mit  dem Thema, in dem sie sich erzählen, dass dann doch Alles ganz anders wurde als zunächst erwartet,  überraschenderweise sogar besser, als je gedacht. Mein Großer hat auch einen Brief geschrieben, der im  Heft veröffentlicht wurde. Kein Freund großer Worte, jedoch mit ganz viel Herz. So wie er halt ist.  Jordi kann stolz sein auf seinen Bruder! Ich bin es jedenfalls.
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  Inklusionsheuchler. So würde ich mich bezeichnen wollen. Ich bin so 100% und mit jeder Faser meines Körpers für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für jede Art von Minderheit. Wenn aber ich wie  jetzt zu Ostern Familienfotos versende, wähle ich eher die aus, wo Jordi "nicht ganz so behindert"  aussieht. Schäme ich mich für ihn? Absolut nein! Möchte ich damit bewirken, dass man ihn im Bild  nicht nur anhand seiner genetischen Auffälligkeiten und all den gängigen Klischees darum festmacht?  Schon eher. Dass er eben viel mehr ist, als allein die Vorurteile rund um das Syndrom! Es ist also eine  bewusste Entscheidung für ein gesellschaftlich konformeres Foto.  Nur lass ich ihn dabei nicht so sein, wie er wirklich ist. Wo bitteschön fängt da die Inklusion bei mir im  Kopf an? Ein guter Buchtipp zum Thema Inklusion ist übrigens das neue Buch von Raul Krauthausen:  "Wer Inklusion will findet Wege. Wer sie nicht will findet Ausreden". Was ein...
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                                                                                        "Eintracht vom Main, weil wir Dich alle lieben."