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Es werden Posts vom November, 2021 angezeigt.
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  Kinder mit Down-Syndrom fangen in der Regel später als gewöhnlich mit dem Sprechen an. Dafür, dass sie das dann gut erlernen können, hilft ihnen und ihren umgebenden Menschen anfänglich oft die Gebärdensprache. So dient sie als Hilfsmittel um Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken, die Kleinen in das gemeinschaftliche Leben zu integrieren und sie wegen ihrer zunächst bestehenden Kommunikationsprobleme nicht weiter zu isolieren. Zwei Gründerinnen, die familiär persönliche Erfahrungen mit dem Thema gesammelt haben, nahmen sich diese Verständigungsproblematik zum Anlass, mithilfe von Daumenkinos insbesondere KITA-Kinder in der Gebärdensprache zu schulen. Talking Hands nimmt dabei Gebärden aus dem täglichen Leben auf und illustriert sie jeweils als bewegtes Bild im Miniaturheftformat. Die Anwendung der Daumenkinos fördert spielerisch Lernerfolge hin zur Sprache, vor allem jedoch die Gemeinschaft, aber auch die Feinmotorik und das Interesse aller daran beteiligten Kinder. https://Talkin...
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  „Von Mutter zu Mutter“ ist ein wunderbares Heft. Eine Mama, die nach der Geburt ihrer Tochter relativ unprofessionell von einer Ärztin mit der Diagnose Down-Syndrom für ihr Kind konfrontiert wurde, hat diesen Schockmoment, mit all seinen chaotischen Gefühlen zum Anlass genommen, aufzuschreiben wie sie gerne dabei aufgefangen worden wäre. So schreibt sie ihrem „jüngeren Ich“ zu diesem Augenblick einen Brief, in dem sie erzählt, dass die Gefühle von damals durchaus O.K. waren, es aber viel besser werden wird, als sie es jemals gewagt hatte zu erahnen. Durchaus anders, aber besser. Und mit ihr machen dies weitere Mütter aber auch Väter genauso und geben durch ihre Erfahrungen, die sie teilen, so viel Mut und Zuversicht. Es ist kein medizinisches Heft, was in irgendeiner Weise aufklären soll, wie es sein wird. Die Broschüre beinhaltet pure Lebensfreude, trotz oder gerade wegen eines zusätzlichen Chromosoms. Ich persönlich habe, relativ frisch noch mit der Down Syndrom-Diagnose, nic...
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                                                                                                                                                                                                    H ow do you see me?
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Inklusion. Wie sieht die Inklusion von Minderheiten eigentlich in meinem Alltag aus? Auf meiner Arbeitsstelle? Nichts, Fehlanzeige. In der Schule meiner Kinder? Meine Tochter hat einen Mitschüler aus dem Flüchtlingsheim, aber der zieht bald um innerhalb von Deutschland. In der KITA? Niemand. Im Sport der Kinder? Wieder nichts. Ich habe also keinerlei Kontakt zu Minderheiten jedweder Art. Laut Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen sollte Inklusion jedoch gelebt werden. Verschiedenes sollte normal sein. Chancengleichheit als Ziel. Das ist sogar eine Stufe mehr noch als Integration, wo ein „anders sein“ bestenfalls toleriert und akzeptiert wird. Warum fühlt es sich dann 2021 in Deutschland dennoch immer noch so sehr nach Exklusion an? Warum bleibt man innerhalb von Minderheitsgruppierungen bisher weitestgehend unter sich? Sei es bei Sehgestörten, Hörgestörten, Flüchtlingen verschiedener Ethnien, Menschen mit verschiedensten Behinderungen, und vielen anderen. Fühlen sich a...