"Eintracht vom Main, weil wir Dich alle lieben."
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Ich feire diesen Kerl. Alan Lawrence aus Utah hat mir eine Möglichkeit gezeigt künftig auf andere Väter von Kindern mit Down-Syndrom zuzugehen, beziehungsweise zuzurennen. Auf diversen Videos in Social Media ruft er immer, wenn er irgendwo eine Familie mit einem Kind mit Trisomie 21 sieht, dieser zu: "Extra Chromosome?" Der Vater der Familie antwortet dann prompt: "Extra Chromosome? Dude!" Beide Väter lassen dann alles stehen und liegen, rennen aufeinander zu, schmeißen links und rechts alles um sich um, und springen sich gemeinsam in die Arme. Dann noch ein Handshake und der Schlachtruf: "BROTHERS!". So die Vorlage. Mal schauen, ob das in Deutschland auch so klappt?!? Bekannt wurde Alan Lawrence, in dem er als Fotograph seinen noch jungen Sohn mit Hilfe von PhotoShop auf Bildern fliegen ließ. In seinem Blog "thatdadblog.com" erzählt er aus dem Alltag seiner außergewöhnlich gewöhnlichen Großfamilie.
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Und dann sind dann noch diese anderen Tage. Dann wenn der Zwillingsbruder Dich schockt, weil er plötzlich auf der Kinderküche steht. Und Du Dich vom ersten Schreck erholt freust, weil er motorisch so viel Fortschritte macht und ihn nichts auf der Welt aufzuhalten scheint. Kein Berg zu hoch, den es nicht zu erklimmen gilt. Und dann liegt da Jordi vor Dir auf dem Boden, der trotz Übungen noch nicht einmal frei sitzen kann. Dabei ist er doch nur 10 Minuten jünger und 1 Chromosom reicher! Und Du denkst Dir, um wieviel höhere Berge hat er wohl noch vor sich? Während sein Bruder den RS-Virus kurz weghustet, muss Jordi jedes Jahr mit Sauerstoff auf die Kinder-Intensivstation zur Überwachung. Ein anstrengender Tag und Jordi ist platt am Nachmittag. Wie soll er denn so den aufregenden KITA-Alltag schaffen? Und dann sind dann halt diese Tage. Ziemlich fies, könnte man meinen. Immer wieder vorgehalten zu bekommen, was hätte möglich sein können, wenn alles "normal" gelaufen wäre. Aber...
Wenn man mich anstarrt sieht man nicht...
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"Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, was in mir ist. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht meine Organe. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich kochen kann. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich Englisch lerne. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich schon jahrelang Saxophon und Blockflöte spiele. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich seit zehn Jahren im Altenheim arbeite. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich seit 13 Jahren im Ohrenkuss-Team bin. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich Basketball spiele. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich am Computer und mit der Hand schreiben kann. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich lesen und rechnen kann. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich moderieren kann. Wenn man mich anstarrt sieht man nicht, dass ich eine Ausbildung schon längst hint...
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2022 meisterte Chris Nikic als erster Mensch mit Trisomie 21 erfolgreich den Iron Man auf Hawaii. Iron Man, da reden wir von fast 4km Schwimmen, plus 180km Radfahren, plus einem Marathonlauf von etwa 42km. Hintereinander. Schon mit gängigem Chromosomensatz eine Wahnsinnsherausforderung. Und das, obwohl der Triathlet bis zu seinem 4. Lebensjahr nicht selbstständig laufen konnte. "Dein Potenzial endet nicht an der Grenze der Vorstellungskraft anderer Leute!"